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In unserem Friesennest betreut ein Team aus Psychologen, Familien- und Kunsttherapeuten Kinder von Krebspatienten in allen Phasen der elterlichen Erkrankung. Stirbt ein Elternteil, leisten wir auch Trauerarbeit.

- Was ist mit Mama?
- Nichts, mein Schatz. Sie ist nur etwas müde.
- Aber warum verliert sie ihre Haare?
- Mama ist ein bisschen krank, Du musst Dir aber keine Sorgen machen.
- In der Schule haben sie gesagt, wenn Frauen eine Glatze kriegen, dann haben sie Krebs und an Krebs stirbt man. Stirbt Mama?
- Nein, mein Schatz, Mama stirbt nicht.
- Aber warum weint Ihr beide dann so oft?
- Es ist nichts. Geh, und mal ein schönes Bild.

Was glauben Sie? Wie weit sollten Kinder einbezogen werden, wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt? Die Krebserkrankung von Eltern ist auch für ihre Kinder eine besondere Belastung. Zugleich wirken die potentiell aus der Situation erwachsenden Probleme der Kinder auch auf die Situation der Eltern zurück.

Der Leidensdruck der Kinder und Jugendlichen in dieser Extrem-Situation wird oft unterschätzt oder nicht ausreichend berücksichtigt, da die Eltern selbst existenziellen Ängsten und Unsicherheiten ausgesetzt und in ihrer Elternschaft stark eingeschränkt sind.

Die Folgen können sofort oder auch erst nach vielen Jahren eintreten. Mit den Freunden oder in der Schule läuft es nicht mehr so gut, die Kinder finden keine Zeit, Kraft oder Mut, an ihrem gewohnten Leben teilzunehmen, der Alltag wird zu einer ständigen Heraus-, manchmal auch zur Überforderung.

Dass viele Familien in dieser Situation überfordert sind, kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen. Hauptsache ist, dass sie sich des Leidensdrucks der Kinder bewusst sind, Hilfe zulassen und damit – im positivsten Sinne – einen Teil der Last abgeben.

Das Friesennest im Haus Leben Leipzig begleitet seit 2008 Kinder und Jugendliche, in deren Familien ein Elternteil an Krebs erkrankt ist, psychologisch und therapeutisch in allen Phasen der elterlichen Erkrankung. Wenn ein Elternteil an Krebs stirbt, leistet das Haus Leben Leipzig auch Trauerarbeit.

Hier finden die Kinder einen kreativen, spielerisch gestalteten Zufluchts- und Bewältigungsort für ihre Bedürfnisse, ihre Trauer und ihre bewussten und unbewussten Ängste.

Im Mittelpunkt stehen Entspannung und Experimentierfreude, die Wahrnehmung und der Ausdruck von Gefühlen, Wünschen und Fantasien, das Erleben und Erkennen der eigenen Stärken, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Bewältigung von Ängsten und Schuldgefühlen, der Austausch über die Krankheit Krebs, auch mit anderen betroffenen und interessierten Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen sowie die Entlastung der Eltern.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Kinder und Jugendlichen. Ihre Betreuung richtet sich immer nach der individuellen Situation. Dabei folgen einem Erstgespräch mit der Familie mindestens 6 Einzelstunden mit dem Kind. Die Therapie wird häufig über einen sehr langen Zeitraum fortgeführt, in Einzelfällen bis zu einem Jahr.

Es gehört zu den paradoxen Umständen unseres Gesundheitssystems, dass die Hilfe für Kinder von Krebspatienten kein Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen ist. Diese treten erst ein, wenn sich bereits psychische Störungen manifestiert haben, doch so weit solle man es gar nicht erst kommen lassen.

Damit unsere Psychologen, Familien- und Kunsttherapeuten für jedes Kind da sein können, das unsere Hilfe braucht, sind wir auf Spenden angewiesen. Mehr über den Haus Leben e. V. erfahren Sie hier: www.hausleben.org. Im Brustkrebsmagazin MammaMia! ist gerade ein Beitrag über unser Friesennest erschienen.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Das Team des Haus Leben e. V.

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