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In einem Vorort von Antalya liegt die Auffangstation, die wir mit unserem Tierschutzverein unterstützen. Hier werden Straßentiere aufgenommen, die vermutlich keine Chance hätten, alleine auf der Straße zurechtzukommen - also kranke oder verletzte Tiere, Opfer von Autounfällen oder Misshandlungen und mutterlose Welpen. Inzwischen leben in der Auffangstation über 180 Hunde, einige Katzen und zwei Esel sowie insgesamt 8 Pferde.
Pferde und Esel waren vor über 10 Jahren auch der Ursprung dieses Tierschutzprojektes - Rosi, eine engagierte Tierschützerin konnte das Leid nicht ertragen, dass sie bei den in einem ärmlichen Viertel Antalyas als Arbeitstieren unter grausamen Bedingungen gehaltenen Pferden beobachten musste. Sie kaufte zwei von ihnen frei und erwarb ein Grundstück, auf dem sie von nun an in Sicherheit leben sollten. Nach und nach vergrößerte sich die Gruppe der Tiere, die hier Zuflucht fanden - leider wird es wohl noch lange dauern, bis Einrichtungen wie diese vor Ort nicht mehr nötig sind.

Hier nur zwei Beispiele für Tiere, die nun ihr Gnadenbrot in der Auffangstation bekommen:

Eseldame Pepsi wurde im Jahr 2005 bei Rosi am Tor angebunden. Sie hatte zahlreiche unbehandelte Verletzungen, zum Teil offene, blutende Wunden. Wie viele ihrer Leidensgenossen war sie als Arbeitstier ge- bzw. benutzt worden, dies kann man deutlich an der Art ihrer damaligen Verletzungen und Narben erkennen. Oft werden Esel vor Karren gespannt, ohne ein geeignetes Geschirr zu benutzen – irgendetwas Selbstgebasteltes wird benutzt, völlig ungeeignet, da es nicht richtig sitzt und die Haut aufscheuert. Hinzu kommen Schläge und Tritte, wenn das Tier nicht so will, wie sein Besitzer es gerne hätte. Pepsi hatte immerhin das Glück, nicht buchstäblich bis zum Umfallen arbeiten zu müssen, sondern bei Rosi vor der Tür „entsorgt“ zu werden. Mit liebevoller Pflege sind ihre Verletzungen geheilt und obwohl sie sicher Schlimmes erlebt hat, ist sie eine sehr freundliche und zutrauliche Eseldame geworden. Freundlich begrüßt sie alle Besucher und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

Die blinde Stute Sokea irrte tagelang am Stadtrand herum - völlig orientierungslos! Was muss dieses arme Tier durchgemacht haben? Blind, bei sengender Hitze ohne Futter und Wasser, einfach sich selbst überlassen zum Sterben verurteilt! Leider werden sehr häufig "ausrangierte" Arbeitstiere so entsorgt. Und wie die arme Stute ihr Augenlicht verloren hat, möchten wir uns gar nicht ausmalen...

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