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Im Jahr 2009 vom Pfarrer Vincent Van Tung Nguyen gegründet, unterstützt der Förderverein das Haus Bethania in Biển Hồ, Vietnam.

Pfarrer Vincent van Tung Nguyen lebt seit vielen Jahrzehnten in Deutschland und ist als Seelsorger in Jülich und Düren aktiv. Er stammt gebürtig aus Vietnam, wo heute noch ein Großteil seiner Familie lebt. Einmal im Jahr fliegt Pfarrer van Tung in sein Geburtsland, um sich mit seinen Geschwistern zu treffen und um seine Herzensangelegenheit – das „Haus Bethania“ – zu besuchen und zu unterstützen.

Das „Haus Bethania“ ist eine karitative Einrichtung in Biển Hồ, einer Kleinstadt 30 km östlich von Ho-Chi-Minh-Stadt. Der katholische Frauenorden „Kreuz tragende Schwestern“ führt das „Haus Bethania“ seit vielen Jahren. Es ist eine der wenigen Anlaufstellen für die ärmsten Familien in Biển Hồ, die Hilfe für ihre teils schwerstbehinderten Kinder suchen.

In Vietnam – teilweise als Folge des Chemiewaffeneinsatzes während des Vietnamkrieges – gibt es unzählige behinderte Menschen. Der vietnamesische Staat unterhält nur wenige Einrichtungen, um diesen Menschen einen Start ins Berufsleben zu ermöglichen. Die meisten behinderten Kinder und Jugendlichen müssen auf der Straße betteln, um ihren Teil zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Im „Haus Bethania“ werden behinderte Kinder und Jugendliche aufgenommen. Neben einer schulischen Ausbildung erhalten die Kinder eine einfache Berufsausbildung – vor allem als Schneider bzw. Schneiderin. Das „Haus Bethania“ trägt sich vor allem durch Verkäufe der selbst hergestellten Textilien und durch Spenden von den wenigen christlichen Familien, die in Vietnam leben. Da Religiosität in Vietnam seitens der regierenden kommunistischen Partei Vietnams mit Argwohn betrachtet wird, ist es für den katholischen Frauenorden schwierig, an staatliche Gelder zu kommen.

Pfarrer van Tung sieht es als seine christliche Pflicht, diesen Menschen zu helfen. Er kennt die finanziellen Probleme des „Hauses Bethania“ aus vielen Gesprächen und Besuchen und unterstützt seit seiner ersten Stelle in Deutschland den Frauenorden. In den ersten Jahrzehnten in Deutschland überwies er teilweise die Devisen auf das Konto des Frauenordens. Er musste jedoch feststellen, dass der kommunistische Staat teilweise 80% des Geldes zurückgehalten hat. Um diese negative Entwicklung zu stoppen, bemühte er sich seit dem Jahr 2001, einen Förderverein für das „Haus Bethania“ in Deutschland zu gründen. Er führte viele Gespräche, musste jedoch feststellen, dass die meisten Menschen an einem „dubiosen“ Verein für Vietnam kein Interesse zeigen.

Erst im Dezember 2009 hatte er sieben Gründungsmitglieder gefunden, die sich zusammen mit ihm auf den Weg machten, den Förderverein Haus Bethania e.V. zu gründen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Satzung und der Anerkennung der Gemeinnützigkeit begann im Jahr 2010 die Arbeit des Fördervereins.

Der Förderverein sammelt Gelder über vielfältige Aktivitäten: Messstipendien, Basare, Spendendosen, Tombolas, Privatspenden sowie Spenden aus der Wirtschaft.

Seit 2009 konnten durch diese Aktivitäten 15.000 € an Schwester Theresa, der Schwester Oberin des „Hauses Bethania“, in bar übergeben werden. In mehreren Dankschreiben beschreibt sie dem Förderverein, für welche Investitionen das Geld ausgegeben wurde – und wie dankbar die Kinder und Jugendlichen sind. In den Jahren 2013 und 2014 wurden von den in diesen Jahr jeweils übergebenen 3.000 € folgende Dinge eingekauft:
• Rollstühle
• Gehhilfen mit Sitz
• medizinische Materatzen gegen Dekubitus
• Toilettensitze
• Klinikbetten
• Massage- und Ruheliegen
• Blutdruckmessgeräte
• Hörgeräte
• Stickmaschinen
• eine Overlockmaschine
• eine Tonne Reis
• Medikamente
• und vieles mehr

Unterstützen Sie uns! Vielen Dank.

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